Kontaktlinsen harte und weiche Linsen Auswahl

Die unsichtbare Brille

das Auge

Die ideale Kontaktlinse ist nicht nur so gut wie unsichtbar, sondern auch kaum spürbar. Deshalb sollten Sie eine ganz auf die individuellen Bedürfnisse zugeschnittene Lösung finden. Diese sieht für jeden anders aus und hängt von vielen Faktoren ab, z. B. der Beschaffung der Tränenflüssigkeit und davon, ob die Linsen nur zeitweise, z. B. zum Sport oder zum Ausgehen, oder als Dauerlösung getragen werden. Wir beraten Sie gerne, welche Linsen für Sie am besten sind. Primär unterscheiden wir die harten formstabilen Linsen und die hydrophilen weichen Kontaktlinsen:

Permeabilität

Beim Kontaktlinsenträger ist der Gasaustausch unter der Linse ein wichtiges Kriterium für den Zustand der Hornhaut. Der Gasaustausch wiederum hängt unter anderem ab von der Durchlässigkeit des Kontaktlinsenmaterials. Die Permeabilität des Materials ist eine konstante Grösse. Sie ist temperaturabhängig, aber die Beziehung Sauerstoffdurchlässigkeit zur Temperatur verläuft nicht linear.
Diese Materialeigenschaft wird als DK-Wert angegeben. D ist dabei der Diffusionskoeffizient, der die Geschwindigkeit angibt, mit der sich die Moleküle durch das Material hindurchbewegen. K gibt die Anzahl der im Molekül gelösten Sauerstoffmoleküle an. Das Produkt DK bezeichnet die Menge Sauerstoff in ml, welche in 1 Sekunde durch ein Material definierter Dicke und Fläche bei einer Druckdifferenz von 1 mm Hg hin durchdringt. Aber erst die Transmissibilität, bei der diese Materialeigenschaft zur durchschnittlichen Dicke der Kontaktlinse ins Verhältnis gesetzt wird, sagt etwas aus über die Gasdurchlässigkeit der angepassten Linse. Auch dieses Verhältnis verläuft nicht linear. Die Kontaktlinsenhersteller werben gerne mit hohen DK-Werten als Zeichen für eine gute Sauerstoffversorgung der Hornhaut. Bei der Ermittlung dieser Werte kommen die Untersucher - je nach der von ihnen angewandten Methode - jedoch zu teilweise sehr voneinander abweichenden Ergebnissen. So sind die in der Vergangenheit nach Fatt erhaltenen Werte von einer australischen Arbeitsgruppe unter Holden kritisch kontrolliert worden, und es ergaben sich besonders bei harten Contactlinsen gravierende Abweichungen. Diese neueren Ergebnisse machten verständlich, warum die sehr hohen DK-Werte bei den neuen Hartlinsenmaterialien, die nach der Methode von Fatt gemessen wurden, nicht mit einer ebenso guten Verträglichkeit korrespondierten.
Es zeigt sich, dass mit dem DK-Wert keine absolute Aussage über die Verträglichkeit von Kontaktlinsen hinsichtlich ihrer Sauerstoffdurchlässigkeit gemacht werden kann.